Unsere guten Freunde Bernhard und Florian werden von nun an jede Woche ein kleines Kommentar aus der Sicht des Schuhkäufers schreiben. Wir sind gespannt und freuen uns auf das Experiment!
Der Samba von Adidas, ein schöner Schuh, an dem es rein äußerlich nichts auszusetzen gibt, sorgt bei mir mindestens einmal täglich für Ärger. Egal, ob auf der U-Bahn- Rolltreppe, mit vollen Einkaufstaschen am Weg nach Hause oder im strömenden Regen auf der Fahrt zur Arbeit, die Schuhbänder tun nicht das, was ihre Aufgabe ist. Sie bleiben nicht zu. Zuerst habe ich befürchtet, dass ich das Binden der Schuhe verlernt habe, dann bin ich aber sowohl im echten Leben als auch hier auf LeidensgenossInnen gestoßen, die bestätigen: Die Schuhbänder bleiben nicht zu, nie – vor allem nicht in den ungünstigsten Momenten.
Das Problem dürfte schon seit Jahren bestehen und Adidas entweder nicht bekannt oder egal sein. Oder es ist Absicht – möglicherweise ein Experiment, um die Leidensfähigkeit der KonsumentInnen zu testen. Vielleicht kann hier ja jemand mit Insider-Informationen aus dem Konzern weiterhelfen.

Wie aber kann das Dilemma gelöst werden?
Im Selbsttest hat sich gezeigt, dass die „doppelte Masche“ die effektivste Lösung darstellt. Sie hält besser, macht aber das Ausziehen zu einer etwas längeren Prozedur.
Gar nicht binden ist auch okay, vor allem, wenn es schnell gehen muss. Schuhbänder wechseln oder ein Samba-Boykott kommen für mich nicht in Frage, einerseits aus Faulheit, andererseits, weil der Samba ansonsten doch sehr liebenswert ist (vor allem, seit es den Rekord nicht mehr zu kaufen gibt).
Oder man macht weiter wie bisher. Irgendwann gewöhnt man sich ja an alles, und das ständige Bücken und Balancieren trägt mit der Aktivierung der Wirbelsäule zu einem längeren, gesünderen Leben bei und beugt Muskelverkürzungen und Haltungsschäden vor.
Wer den Samba trotzdem habem möchte, hier gibt es ihn in der Standard Version (schwarz weiß), demnächst kommen – passend zur EM ein paar Sonderfarben rein